30.12-Soeben haben wir fertig gepackt für die Rückreise von Morgen. So wird es für mich fast ein Flug ins neue Jahr oder auch in ein "neues, altes" Leben in der Schweiz. Eine unglaublich intensive, aber irgendwie auch sehr entspannende Zeit geht zu Ende. So wünsch ich euch Tagebuchlesern ganz viel Gfröits im Neuen Jahr. Freue mich den einen oder andern bald wieder mal persönlich zu sehen und hören....
28.12-Der Farewell dinner oder das Abschiedessen für mich fand am heutigen Abend in einem sehr schönen Restaurant in Taicang statt. Während einem feinem Essen erhielt ich viele schöne Geschenke. Wie in China üblich ist einiges, wenigstens für uns Westler, nicht ganz echt! Sehr speziell und einzigartig war eine Chinesische Kalligrafie. Ein Chinesischer Künstler übersetzte meinen Namen ins Chinesisch! Aber alles freute mich sehr. Auch waren alle Maschinen Bediener eingeladen. Mit diesen hatte ich schliesslich die Meiste Zeit verbracht. So waren wir, mit Barbara und mir, 20 Personen.
Mit David meinem Chinesischen Chef und Barbara nach der Übergabe. Barbara sprechen die Chinesen übrigens mit Ba-ba-la an!
Mein erhaltenes Zertifikat zum "China Sociology Honor Bachelor Degree Holder"......
26.12-Mein letzter Ferientag in China verbrachten Barbara und ich in Suzhou. Die Chinesische Hauptstadt der Gärten ist auch im Winter sehenswert. Diese Zeit hat den Vorteil, dass es viel weniger Besucher hat. Somit konnten wir uns in Ruhe die Schönheit dieser Parks anschauen. An einem Markstand fand ich eine der vielen lustigen Chineischen Kopien von Westprodukten. Schaut euch mal genau das Zeichen und den Schriftzug auf der Mütze an! Wer findet den Fehler!!!
24.12-So machten wir uns Heute wieder auf den Weg in die Stadt. Gespannt war ich, ob wirklich alles klappt und passt. Aber oho, es scheint mir das die Chinesen dies um Welten besser beherrschen als viel anderes. Denn alles von uns bestellte war in Superqualität bereit. Aber nicht nur das. Die Anprobe direkt am Stand bestätigte die passende Grösse! Das zu Preisen wo wir im Westen nur träumen können. So hatten wir uns unsere Weihnachts Geschenke "Made in China" selbst geschenkt! Wunderschön!
Eines meiner zwei neuen Kurzarm Hemden...
Der Kragen und oberste Knopf meiner wundervollen Jacke. Rotes Drachenmuster auf Schwarz!
19.12-Im Shanghaier Stoffmarkt kann man sich auch Kleidern schneidern lassen. Dies war einer der Gründe unseres Besuch in diesem Haus. So liessen Barbara und ich uns Heute Kleidermässig ausmessen. Abholen können wir sie am 24.12.
17.12-Seit gestern weilt Barbara, meine Frau, für die letzten zwei Wochen meine Chinalebens bei mir. So waren wir heute Abend bereits zu einem Abschiedsessen in Shanghai eingeladen. Danach hatten wir noch die Gelegenheit im JinMao Tower, einem der Superhohen Türme in Pudong, in der höchsten Bar der Welt, den Abend ausklingen zu lassen. Die Cloud 9 Bar liegt im 87 von 88 Stöcken dieses 421 Meter hohen Gebäudes.
Der Goldige Innenhof in diesem Betonklotz. Dieser Blick nach unten bot sich uns im 54 Stock...
Die Mitternächtliche Aussicht in Richtung Nangpu Fluss und Stadtmitte von Shanghai
11.12-Während meiner wohl letzten längeren Velo Trainingstour in diesem Jahr in China liess ich alle Momente und Bilder die das Draussen sein bieten nochmals auf mich wirken. Denn nun ist definitiv, dass ich am 31.12.11 Heim fliege und am 3.1.12 bei Studer wieder in meinem vorherigen Job beginne. Es war kühl und windig auf dem Rennvelo. Aber die Nachmittagsfahrt in den beginnenden Abend war wunderschön. Was man hier als das bezeichnen kann!! Der untergehende rote Feuerball hinter der Skyline der Millionenstadt Kunshan auf dem Velo mitzuerleben ist ein einmaliges Naturschauspiel, das in dieser Form nur in China stattfindet! Fünf bis Zehn Minuten nachdem die Sonne hinter Hochhäusern verschwand war es Dunkel!
Der Sonnenuntergang hinter der Hochhäuser Wand von Kunshan
8.12-Was passiert mit dem Ghüder in China? Da war ich auch sehr gespannt wie das organisiert ist. Der Normal Chinese wirft überall allen Abfall einfach zu Boden. So wäre ohne die Tausenden Pensionierten Putzengel, die Tag für Tag am wischen und sauber machen sind, wohl eine gröbere Sauerei in der Öffentlichkeit. Auch im Privaten läuft das, obwohl völlig unorganisiert, gut und problemlos ab. Den Abfall trennen und recyclen schon im Haushalt kennen sie nicht. Das kommt dann in Stufe 2 auf der Strasse. Meinen Wohnungs-Abfall werfe ich in einem Plastiksack in dafür vorgesehen Kübel vor dem Haus. Dort sind dann die Rentenlosen Grosis und Opas, aber auch Mittellose damit beschäftigt den Kehricht zu „untersuchen“ und das wertvolle heraus zu picken. Wertvoll, weil sie für die sortierten Petflaschen, Kartons oder Papier usw dann Geld erhalten. Ein 3dl Petflasche zahlt sich dann mit 0.10 Yuan. Diese "Aufräumer" sind fast Tag und Nacht in unserem Quartier unterwegs. Als ich vor kurzem nach 20 Minuten etwas wieder zurück holen wollte war schon alles weg! Der bleibende Rest in den Kübeln wird dann mehrmals Wöchentlich per Ghüder Fahrzeug geleert. Ab dort geht es in eine riesengrosse Kehrrichtverbrennungsanlage die im Norden der Stadt Taicang steht.
Die Kübel im Quartier. Die Farben würden auch für Grünabfall und Rot für den Restabfall bedeuten. Aber deran hält sich keiner....
Das leeren der Kübel funktioniert wie bei uns. Nur ist das Fahrzeug ein paar Jahre älter und kleiner!
Die Kerhrichtverbrennungs-anlage Taicang. Schön blau mit weissen Vögeln bemalt!
5.12-Das Kreuzstickerei ist in China bei sehr vielen weiblichen Personen ein grosses Hobby oder teilweise soger der Job. Denn einige verdienen auch Geld damit. Wenn sie dann die wunderbaren Bilder verkaufen können. Es gibt sogar spezielle Läden die nur „Cross-stitch“, so heisst es in Englisch, Waren anbieten. So trifft man vielerorts stickende Frauen in der Öffentlichkeit. Hinter so einem fertigen Kunstwerk stecken, je nach Grösse, Dutzende Stunden oder Wochen- Monatelange Handarbeit. Deshalb freute mich das wunderbare Geschenk meiner Guilin Reisebürofreundin Amy die nun in Nanning lebt umso mehr. Die Pandas haben eine Grösse von 50x40cm und den stickte sie extra für mich wegen meiner Vorliebe für diese Bären!
Eine der Stickerinnen im Reisdorf Pingan
Zwei an der Arbeit am Ufer des Jangtse. Als Sonntagsnachmittag Hobby!
Im Kreuzstick Laden in Shaxi
Das grossartige Panda Bild von Amy. Es hängt nun schon eingerahmt in meiner Wohnung. Wird wohl als das wertvollste Freund-schafts Geschenk aus China die Heimreise in die Schweiz antreten.
28.11-War es Gestern noch künstlich erzeugter Rauch, beherrschte heute ganz dichter natürlicher Nebel das Geschehen. Da bot sich mir eine unglaublich spezielle Szenerie während der Fahrt zur Arbeit. Das Grau war so dicht und so tief, dass ich auf den Kreuzungen nicht mal mehr das Ampellicht erkennen konnte. Aber es ging nicht nur mir so! So zaghaft und langsam wälzte sich der ganze Verkehr noch nie durch den Morgen. Wie schon mal beschrieben fahren im dunkeln fast alle mit Scheinwerfer, aber bei so Wetter wie Heute schaltet kaum einer das Licht ein! Einzig auf den letzten 5 Km vor Anting hellte es dann auf und die Sonne schaute hervor. Dazu, wie bei so Nebel üblich, war die Luft so feucht wie wenn es regnen würde.
Von der Ampel gegenüber ist nicht wirklich viel zu sehen....
27.11-Dongting Road-S339-G204-S224-Jangtse Damm-Liuhe-Ludu (Zwei Klein-städte) zurück nach Taicang das sind die Grobinfos meiner heutigen Rennvelo Tour(93Km). Temperatur zwischen 24-28 Grad. Herrlich bei so Wohlfühlwetter draussen sein zu können. Immer wieder und immer noch ist es für mich wie ein spannendes Theater was sich Unterwegs alles abspielt und meinen Augen, Ohren und der Nase geboten wird. Von der Lastwagen überfüllten Schnellstrasse bis zum einsamen Betonweg, oder von der Stadtdurchfahrt voller Menschenmassen durch das Rauch-gefüllte Reisfeld. Die im Boden gebliebenen Reisstoffel mitsamt dem Stroh der ge-ernteten Reisfelder werden oft einfach verbrannt. So war cirka uber 10Km neben der ja sonst schon nicht gerade Lupenreinen klaren Luft noch alles zusätzlich voller Brandrauch. Auch Teile der Idyllischen Jangtse Ufer Landschaft haben sich innerhalb eines Jahres zu riesigen Baustellen verwandelt.
Lastwagen Invasion auf einer Kreuzung!
Das beissenden Rauch erzeugende Reisfeld!
Die Flusslandschaft im 2010 von unten gesehen.
Dann das gleiche Flussufer von oben gesehen Heute. Eine einzige Baugrube!
20.11-Eine Nudelsuppe. Das ist für viele Chinesen eine Hauptmahlzeit. Zum Zmittag oder Znacht. Anhand des Preises dieser Suppe möchte ich euch zeigen wie vorallem die Lebensmittelpreise in China steigen. Fotografierte in einem Nudelshop im Okt 2010 die Menukarte an der Wand. Genau am selben Tag heuer war ich wieder Gast dort. Um 15 Yuan leerte sich meine Geldtasche. Der Suppenpreis stieg um 5 Yuan in diesen 12 Monaten. Nichts desto Trotz, diese Mahlzeit mit meistens handgemachten Chinesischen Nudeln, dazu noch mit Entenfleich und Kräutern drin, schmeckt mir ausgezeichnet.
Version Preis 2010 mit 10 Yuan
Version Shaxi Nudelsuppe mit Ente
Version Preis 2011 mit 15 Yuan
16.11-Jetzt ist auch bei mir der Herbst angekommen. Das bestätigten mir in den letzten Tagen zwei Begebenheiten. Als erstes, dass alle Stämme von Bäumen und Sträuchern wieder ihre Winterhosen angepinselt bekommen. Zweitens und auch typisch für den Herbst ist, dass viele Strassen nun wieder als Reistrocknungsanlage dienen. Der warme Asphalt fördert das trocknen dieses Grundnahrungsmittel. Da sind Abschnitte auf weniger stark befahrenen Verkehrsabschnitten fast Kilometerlang halbseitig oder mehr mit Reis gefüllt. Das Ganze ist aber harte Menschenarbeit. Etwa vergleichbar wie ein Schweizer Bauer sein Heu pflegt bis es gedeert ist. Nur An- und Abgeführt wird es in der Regel mit einem LKW. Dazwischen ist alles Handarbeit. Einige schlafen sogar daneben unter einem Holzgestell mit Plastik überdeckt!
Eine schön Winter-gschmückte Baum-allee. Sogar mal ohne ein einziges Fahrzeug darauf! Auf der täglichen Suche nach neuen Arbeitswegen finde ich mnachmal auch solche.
Das noch lebende Reis bevor es geerntet wird
Ausbreiten und verteilen auf dem Asphalt der soeben angelieferten feuchten Reiskörner
Chinesiche Strassen-Reiskunst. So wird es zum trocknen "gwäumlet". (Bauernberndeutsch!)
Wenn trocken genug wird es mit Schaufeln (wie unsere Schnee-schaufeln) von beiden Seiten zu einem grossen Walm in der Mitte zusammen gestossen. Ab dort dann in Säcke abgefüllt und auf einen LKW gehievt. Alles ohne jegliche Maschine!
11.11-Wer hat es erfunden? Das Autofahren oder das Verhalten auf Strassen haben bestimmt nicht die Chinesen als erste gemacht!! Durch den Umstand, dass ich Täglich auf zwei Rädern zur Arbeit fahre, bin ich mit dem so häufig wie mit nichts anderem konfrontiert. Ausser dem Job natürlich! Somit pedalte ich nun schon über 12'000 Kilometer oder gut 480 Stunden durch den Chinesischen Verkehrsalltag. Ausser auf dem Jangtse Damm, dort bin ich oft mehrere Kilometer völlig allein, verlangt fast jeder Meter in dem Verkehrchaos vollste Aufmerksamkeit, offene Augen und immer schnellste Reaktion von mir! Zweimal hatte ich der Zeit Kontakt mit dem auch hier harten Asphalt. Dem einen, selbstverschuldeten Sturz im strömenden Regen, ging eine Unachtsamkeit meinerseits voraus!! Da war niemand anderes beteiligt. Beim zweiten fuhr ich bei grüner Ampel los, als mich von links eine Rollerfahrerin zu Boden fuhr. Aber sie bemerkte mich noch kurz vor dem „Kontakt“ und stund schon fast still, so passierte weiter nichts tragisches. Was sich aber im Gesamten Verkehr hier abspielt ist völlig Jenseits von dem wie man bei uns Unterwegs ist. Jetzt wieder, wenn es ab 5 schon dunkel wird im Abendverkehr ist es umso dramatischer. Etwa 70% aller Fahrzeuge bewegen sich immer mit Scheinwerfer, 15% völlig ohne!! und nur 15% mit richtiger Beleuchtung. Das geblendet werden vom Gegenverkehr in Volllicht als Velofahrer ist höchst unangenehm. Je nach Situation ist damit direkt vor mir überhaupt nichts mehr sichtbar. Da hilft dann nur noch sofort stoppen, denn auch mein Halogen Bikelicht macht da nicht mehr sichtbar.
Durch den Umstand, dass fast alle Verkehrswege nur Geradeaus, komplett Flach verlaufen und in der Umgebung Shanghai sehr viel Platz ist, lassen sich so viele Crashs vermeiden. Aber eben dann bei abnormalen Bedingungen wie zum Beispiel kurvenreich, strömender Regen, Sturmwind oder dann nur Zweispurige Strassen sieht es dann schon ganz anders aus. Im Süden Chinas, während der Rückfahrt im Regen mit PW vom Reisterrassen Dorf Ping’an nach Guilin, wurde mir das mit aller Deutlichkeit gezeigt. Auf einem etwa 15 Km langen Zweispurigen, aber gut ausgebauten bergigen Passähnlichen Abschnitt, zählte ich genau 10 Unfälle!
Bei Regen sind die meisten Zweiradfahrer, auch Roller und Elektrobikes, mit Schirm in einer Hand, fahrend draussen. Dadurch, beim Schirm vor dem Kopf!!, können diese öfters gar nichts wahrnehmen was sich um sie bewegt. Den gröbsten Unfall den ich miterlebte der direkt neben mir passierte, geschah auch in diesem Zustand. Die Velofahrerin unter dem Schirm, die einen Fussgängerstreifen überquerte, wurde von links von einem sehr schnellen Rollerfahrer richtiggehend abgeschossen. Da nützte dann weder hupen noch bremsen etwas. Den das hupen beherrschen alle bestens. Dieses Lärminfo wird dauernd eingesetzt. Ein guter Grund dafür ist das melden „ Achtung ich komme von hinten oder von vorne“. Der ist auch für mich als Velofahrer sehr angenehm. Die andere, schlechtere Idee dessen ist: „ich mache was verbotenes, passt auf“! Als Beispiel: Jeder der bei Rot über eine Kreuzung fährt meldet das mit der andauernden Hupe. Die Verkehrsregeln „wären“ eigentlich nahezu die Gleichen wie bei uns. Aber das interessiert niemand. Auch die fast permanent anwesende Polizei nicht.
Für mich als immer noch totaler Exot auf der Strasse, in farbigen Sportkleider am trainieren, haben aber die Respekt Meldungen Hunderter anderer Verkehrsteilnehmer auch noch eine ganz andere Seite. Als Zeichen „du bist gut, oder „super was du tust“ zeigt man sich auch hier den nach oben gerichteten Daumen. Solche Sympathie Zeichen gibt man mir täglich. Aus jeder Schicht von Strassenbenützer! Einige halten mich an wollen ein Foto mit mir, andere suchen das Gespräch. Wenn ein Chinese Englisch kann ist das für ihn sehr positiv. So zeigen viele das gerne in einem Gespräch mit einem Wessi!
Für diesen Autofahrer war die Strasse auch zu schmal. Sieht weniger schlimm aus als es ist. Die Vorderachse war komplett gebrochen!
Durch die Scheibe ist einer dieser Unfälle auf der Bergstrasse im Süden sichtbar.
Diese Bild fand ich im Netz. Ist aber genau so wie es gemacht wird und passiert in China. Upps, dass kann ganz blöd enden!
1.11-Mache nun wieder regelmässiges Lauftraining, Vorallem seit es am Abend schon dunkle Nacht ist wenn ich Heim komme. Nach der Heimkehr per Velo, bewältige ich das meistens im Stadion von Taicang. Dort gibt es eine sehr alte 400 Meter Tartanbahn. Auf dieser drehen jeden Abend so zwischen 5-9 Uhr Hunderte Leute ihre Runden. Es ist eine sehr spezielle Erfahrung als einziger Nichtchinese da mitlaufen zu können. Die Läufergruppe ist völlig unorganisiert. Einfach so zum Plausch ist da fast alles auf den Beinen. Vom Kleinkind bis zum Senior oder dem Chef mit Kravatte. Im ganz kurzen Jupe und Turnschuhen oder im Minirock mit Highheels. Die wenigsten tragen Sportkleidung. Sie spazieren zusammen, einige auch alles Rückwärts. Da ist ein dauerndes Geplapper, aber alle sind fröhlich. Manche hören dazu Musik (ohne Kopfhörer) ab dem Telefon, einige sind während dem Laufen am telefonieren. Eine kleine Minderheit macht das als echtes Training in unserem Sinn! Gestern Abend drehte ich 12 Runden mit einem jungen Chinesen zusammen. Wir hatten ein gutes Tempo das für beide passte. Wir waren die schnellsten auf der Bahn aber nicht wirklich schnell. So muss man, bei so vielen Leuten, immer im Slalom um die Läufer herumkurven. Aber das macht unglaublich Spass und gibt mir ein gutes Gefühl da bei etwas ganz typisch Chinesischem dabei zu sein. Ist ein bisschen ähnlich wie jeweils auf der Thuner Allmend. Bloss, weil so eine kurze Bahn und derart viele Leute, wird alles sehr eng. Dazu ist es finster. Beleuchtet ist nur eine Seite der Bahn. Das sind echt gute Erlebnisse für mich! Das Stadion steht an der Shanghai Road, die Hauptverkehrsader der Stadt. So bekommt man am Rande auch den dauernden Hupverkehr darauf mit. Dadurch ist es, trotz dem monotonen Runden drehen, echt viel angenehmer zum laufen als „draussen“ auf den Verkehrsüberfüllten Gehwegen.
Die LäuferInnen Schar verteilt auf die ganze Breite der Bahn
Das völlig leere Stadion im Tageslicht mit Hochhäuser der Stadt im Hintergrund
Die nicht mehr ganz schnellste Tartanbahn. Usain Bolt würde wohl hier die 200 Meter nicht mehr unter 20 Sekunden laufen!
22./23.10-Teambuilding nennt man modern auch in China einen Abteilungsausflug. Zu diesem Zweck reisten wir, die Montage- Qualitäts- und die Produktions Abteilung, zum “Tianmu Lake”. Der liegt ca 300 Km nördlich von Shanghai. Das Gebiet umfasst mehrere gestaute, kleinere und grössere Seen. Alle umgeben von bewaldeten Hügel aber noch keine Berge. Am Samstag hatten wir, insgesamt waren es 31 Leute, die Möglichket beim “Bamboo sea ocean” einer dieser Höger zu besteigen. Etwa die Hälfte von uns schaffte den steilen, etwa 1.5Km langen, Treppenaufstieg. Die Kettenraucher und Massenbiertrinker waren bald am Limit. Ein Stein- und Holztreppenweg führte uns mitten durch einen wunderschönen, kühlen Bambuswald aufwärts. Oben angekommen war leider, in dem üblichen grauen Dunst der uns umgab, nicht wirklich viel zu sehen. Schade, denn wir befanden uns hier weit oberhalb das Flachlands, und hätten bis nach Shanghai sehen können.
Das ganze KSMS Team beim Eingang zum Bamboo sea ocean. Von den 31 sind drei Weiss-häupter,! Findet ihr sie?
Hinten oben, der Bamboo sea pik! Unser Wander Ziel!
Der herrliche und ganz spezielle Bambuswald
Einer der vielen Waggelistägs beim Tianmu Lake
18.10-Mein 400ster Tag in China! Dazu einige Sonderheiten die es nur hier gibt. Mit dem Besuch von meiner Frau wurde mir erst wieder bewusst wie fest ich nun schon im Alltag da zu Hause bin. Seit Anfang Juni war ich nun nicht mehr in der Schweiz. Zum voraus möchte ich aber auch festhalten, dass "anders" als wir es gewohnt sind, überhaupt nicht falsch sein muss. Denn das "Leben funktioniert hier genaus so, auch wenn vieles komplett schräg ist! So tragen einige hübsche junge Frauen Brillen ohne Gläser!!! Das sei wie ein Schmuckstück, ein Ring oder eine Kette! In bauchfreien Kleider dagegen sah ich noch fast keine Frau. Auch wenn fast alle dazu die besten Voraussetzungen hätten. Dafür zeigen sehr viele Männer ihren Bauch in Sixpackform oder eben auch nicht! Das komme aus ganz früherer Zeit von einem Kaiser, der das auch so handhabte! Dann das schon bekannte bleichen der Haut bei vielen Frauen. Das mit dem Bauch nicht sonnen hängt wohl auch damit zusammen. Im Hochsommer bewegen sich die meisten weiblichen Perosnen unter Sonnenschirmen oder Hüten. Tragen zu den kurzen Röcken oder Hosen immer Strümpfe. Um ja keinen Fleck der Haut auszusetzen. Soja essen fördere auch das bräunen der Haut! Keine Regel ohne Ausnahme gilt auch hier. Zum Schluss noch dies: Wenn Chinesen erniessen begleiten auch die Laute "Ha-tschi" den Vorgang. Tönt genau gleich wie bei uns aber für mich nun irgendwie wie Chinesisch!
Einer der bauchfreien Jungs auf einem Bambusfloss in Yangshuo
13.10-Der Kleinkindertransport ist ein Kapitel für sich. Da gibt es unglaubliche Vehikel wo die ganz Kleinen damit Unterwegs sind. Sie werden alle ins normale Tagesleben einzogen. So sind sie fast überall dabei. Die bei uns „normalen“ Kinderwagen sah ich bis jetzt kaum. Absolute „Hitwagen“ für mich sind die Batterie betriebenen und ferngesteuerten Fahrzeuge! Unglaublich was es da gibt, vom Formel 1 Auto zum Traktor ist alles möglich. Die tuckern so gemütlich durch den Park oder das Gewühl von Leuten in der Stadt. Viel gefährlicher ist wenn kleinste Babys (Halbjährig oder jünger) auf den Armen der Erwachsenen mit Rollern oder Elektrobikes durchs Strassenchaos fahren. Sobald sie selber stehen können bekommen sie ihren Platz zwischen den Armen des Piloten stehend. Seit ich den mal früher beschriebenen Unfall miterlebt habe, hat diese Kindertransportart noch eine ganz andere (gefährliche) Dimension für mich. Einige sitzen auch hinten auf den Gepäckträger, oder in speziellen Kindersitzen. Damit werden viele am Morgen zur Schule oder in den Kindergarten gebracht. Oft von den Grosseltern, den viele werden tagsüber von ihnen betreut. Da beide Elternteile arbeiten. So sind die prägenden Erziehungspersonen oft die Grosis und Opas. „Sie kenne ihre Eltern kaum“, die wichtigste Bezugsperson in ihrem Leben sei das Granny, sagte mir eine junge Chinesin mal. Das sagt doch einiges!
Das ist der meistgesehene Kinderwagen. Gestossen von Grossätti! Mit Regendach und Buchauflage....!
Der für uns normale Kindersitz hinten auf dem Gepäckträger gibt es auch
Das ist Chineischer Kidstransport absolut. Der Junior (mit weissem Cap) vorne hat noch sämtliche Spielzeuge dabei. So kann Mama1 den Roller nur einhändig steuern! Die Kleine bei Mama2 hinten schläft friedlich:-)
Eines dieser ultimativen, ferngesteuerten Mobile. Hier betreut von Mama selbst!
1/8.10-Die Woche nach Chinas Geburtstag, dem 1.10., bedeutet für einige wenige Ferien. Auch KSMS war in dieser Zeit geschlossen. Dafür mussten wir dann ab Heute Samstag, und dem Sonntag eingeschlossen, wieder beginnen. Nicht zuviel Arbeit ist der Grund, sondern das aufholen der Ferientage zuvor! Speziell, wie vieles anderes auch.
Die Tage zuvor genossen Barbara und ich in Taicang und in mehreren besuchen in der City of Shanghai. Wie fast überall, hatte es unglaublich viele Leute. In der Nanjing Road, die Shopping Meile der Stadt, war teilweise kaum ein vorwärts kommen! Befindet man sich aber in anderen Quartieren ist das Strassenleben ganz ein anderes. Dort findet der normale Chinesische Alltag mit fast allem was dazu gehört, auf der Strasse statt! Das dann aber ohne Touristen! Auch dem riesigen Stoffmarkt statteten wir einen Besuch ab. Das 3 stöckige Gebäude ist Proppenvoll mit meist seidenen Soffen. Man könnte sich alle möglichen Kleider gleich schneidern lassen.
Dagegen war es in meiner Wohnstadt Taicang richtig ruhig und angenehm. Im Nan Yuan Garden, einer von mehreren prächtigen Gartenparks in der Stadt, kam mir ein wunderschöner Reiher vor die Linse!
Die Masse Leute in der Nanjing Road
Das Leben auf der Strasse. Auch dieser Haarschneider bedient seine Kunden auf dem Trottoir!
100% Silk! Die Beige Seidenballen in einem der Hunderten Shops im Stoffmarkt Shanghai
Der Reiher im Nan Yuang Garden in Taicang
25.9/1.10-Chengdu; Guilin; Yangshuo; Ping’an waren die vier wichtigsten Stationen des kurz intensiv Chinatrip von Barbara und mir. Chengdu eine 11 Millionenstadt und Ping’an ein Reis Bergdorf mit etwa 500 Einwohner als Gegenpole. Seit dem 23.9 weilt meine Frau für drei Wochen bei mir! So planten wir diese Reise als Startfase ihres Aufenthaltes in China. Zwischen diesen Höhepunkten liegen mehrere Tausend Flug Kilometer, einige Stunden Autofahrt, etwa 100 Kilometer auf Schiffen, ein Bambusfloss Rafting, fast zwei Stunden per Velo mit einem Tandem plus diverse Stunden Fussmarsch! China auf diese Weise zu bereisen ist sehr intensiv. Aber alles im Vorfeld von mir organisierte, mit den Flügen, den Guides und Chauffeuren hat prima geklappt. Das erstaunt mich immer wieder wenn man sieht auf welchem Level vieles sonst abläuft und was es kostet. Als Beispiel der Flug Guilin-Shanghai für 2 Personen Fr. 130.-
In Chengdu war die Panda Aufzucht Station unser Hauptziel. Da hatten wir die Gelegenheit, mit einem etwa 1 jährigen dieser Pflanzenfresser Bärenart, auf einem Bänkli zu sitzen und Fotos zu machen! Es gibt aber da auch den Volkspark. Das ist eine grosse Garten-Parkanlage. Mit vielen Teehäusern und unmengen Platz zum sich sportlich bewegen, spielen, musizieren und fröhlich sein. Wie es eben nur Chinesen können. Nachmittags um drei an einem Montag sind da tausende Leute. So um diese Tageszeit bin ich sowas in China noch nirgends begegnet! Da stehst du mit offenem Mund vor Akrobaten, Schauspielern, Sängern, Tänzer usw und kommst zum staunen nicht mehr raus!
Guilin by Night habe ich im Mai verpasst. Das holten wir mit einer Bootsfahrt durch die einmalig nächtlich beleuchtete Kleinstadt nach. Die Sonnen- und Mondpagode beeindruckten im Gold und Silber Glanz. Die stehen im Wasser und spiegelten sich wunderschön im See.
Die Drachenrücken Reisterrassen von Ping’an haben kurz vor der Ernte das herbstlich gelbe Kleid an. Leider war Petrus nicht auf unserer Seite. Mit Sonnenlicht hätten auch diese Natur Kunstbauten noch viel mehr in Gold geleuchtet. Mit Regen und Nebel hat diese Szenerie aber umso mehr eine mystische Note.
Der Panda geniesst sein Bambus Zmorge trotzdem Mr. Werner daneben sitzt!
Volkspark Chengdu. Einarmiger Handstand etwa 30 Sekunden lang!
Die Sonnen und Mond Pagode von Guilin in und über dem Wasser!
Die Herbstlichen Reisterrassen von Ping'an
20.9-Erstmals seit mitte Juni fielen in der letzten Nacht die Temperaturen unter +20 Grad. Damit beginnt auch hier langsam der Herbst. Dazu war die Durchschnitts-temperatur über den Tag seit Mai immer über 30 Grad!! +45.8 Grad war das höchste der Schwitzgefühle welche mir mein Innen+Aussen Thermometer diesen Sommer übermittelte. Die höchste Nachttemperatur war mit +28.9 in einer heissen Julinacht. Dies alles misst er an der Nordwestseite des Blocks. Also mehr nur die Nachmittags und Abend Sonne. Das ist sehr heiss und das über vier Monate andauernd. So verstehe ich unterdessen jeden Chinesen der dann bei +20 Grad, wie eben jetzt, kalt bekommt. Dann bei unter +5 Grad ist es für alle hier sehr kalt und bereits tiefster Winter!
18.9-In südliche Richtung bewege ich mich mit dem Velo ab Taicang der Shanghai City entgegen. So zog es mich in letzter Zeit mehr gen Norden. Da ist viel mehr Natur und vorallem viel weniger Verkehr. Heute wagte ich mich aber wieder mal in den Gestank, Staub und Lärm. Dazu blies ein böiger Wind. In enormer Stärke, so wie in Patagonien. Aber ausser der stärke des Windes war nichts gemeinsames mit den Bedingngen im südlichen Teil Chiles. Denn das Gemisch von Autoabgasen, lärmenden Lastwagen und dem durch den Wind aufgewirbelten Staub war weit weg von der unberührten Natur und der klaren Luft in Südamerika. Die wichtigen Strassen haben auch hier alle ihre Nummern wie bei uns. So bewegte mich heute auf der X201-G312-S224. Diese Nummern findet man auch bei Google. Somit ist es dann, nach vorherigem Check relativ einfach für mich den richtigen Weg zu finden. Doch während der 4 Stunden Rennvelofahrt sehnte ich mich heute ein paarmal nach einer ruhigen Tour durchs Stockental oder auf einer einsamen Strasse im Jura oder in den Vogesen..... Es macht doppelt müde unter diesen Umständen unterwegs zu sein. Doch ist es jedesmal wieder ein Erlebnis China auch so in dieser Intensität erleben zu können.
Das war der Kehrpunkt meiner Tour auf der S224. Herrlicher Park direkt neben der Strasse!
Bei Kunshan auf der Kreuzung der G312 zur S224
9./12.9-Das Mitteherbstfest oder Mooncake Festival in China war eigentlich reserviert für einen weiteren Biketrip Richtung Norden. Aber wie es eben so gehen kann in China ist nichts so sicher wie die Unsicherheit. Leider wurde das Race vor zwei Wochen abgesagt. Wie doch meine Mutter öfters sagt, ist immer alles für etwas Gut. Das kann ich nun auch hier sagen. Der Freitag 9.9 war Lu sein letzter Arbeitstag. Diesen Tag wird er aus verschiedenen Gründen wohl nie mehr vergessen. So war meine Anwesenheit an diesem Nachmittag sehr wichtig. Der Abschied Lu's ist so wie ein Supergau für das Projekt wo wir jetzt fast zwei Jahre zusammen daran gearbeitet haben. Aber manchmal kommt es eben so. Da passieren Sachen die sind nicht planbar. So bleibt es auf jeden Fall spannend und es gibt noch viel zu tun bis am 31.12.11, meinem letzten Arbeitstag hier. Der Vollmond Tag im September ist jeweils der Endpunkt dieser Feierlichkeiten. Dieser war am Montag. Der war auch Arbeitsfrei für uns. In diesem Jahr war die volle Kugel sogar zu sehen. So hat es gepasst zum Mondkuchen geniessen zu Mondbeleuchtung am Abend.
Die Mooncake Version 2011 gespendet von KSMS. Very delicous!
Der Liu River in Taicang mit künstlicher und natürlicher Nachbeleuchtung.
8.9-Das Kürzel KSMS für die Firma wo ich in China arbeite beudeutet: Körber-Schleifring-Machinery-Shanghai. Zu dieser Gruppe gehören neben Studer auch viele andere Schleifmaschinen Firmen. So ist es das Ziel des Aufbaus der Produktion in China wo ich mithelfe, auch für die anderen Betriebe die Teile in Zukunft selber produzieren zu können. Diese wurden bis jetzt zwar alle in China, aber ausserhalb unserer Bude hergestellt. Deshalb hatte ich die Gelegenheit eine solche "echte Made in China" Firma zu besuchen. Dabei wurde mir wieder mal klar vorgeführt wie gross der Unterschied zwischen einem Westlich aufgebauten und einem rein Chinesischen Betrieb ist. Eine riesige Halle, kaum beleuchtet, fürchterlich heiss, alles verstaubt und schmutzig dazu so viel Lärm, dass man sich nicht unterhalten konnte. Das sind Bedingungen wie vielleicht vor 40 Jahren in Europa. Der Maschinenpark ist nicht ganz so alt. Alles sind Chinesische Maschinen. Als Beispiel: Um vom Vertikalfräsen in die Horizontale Richtung zu wechseln muss der Fräskopf von Hand gewechselt werden! Bei jeder Maschine arbeiten 4-5 zusammen, respektive einer tut was und die anderen stehen daneben. Für mich unvorstellbar, dass die hier hergestellten Teile diese Hallen in den geforderten Toleranzen verlassen. Auf dem Parkplatz stehen dann aber blitzsaubere BMW's, Audi's usw.
Das ist die Fräs-Bohrmaschine. Der Horizontalkopf liegt unter dem Tuch in den Spänen...!
Der hintere Teil der Halle. Die Fräs-Bohrmaschine im Vordergrund. Dahinter in Grün die Flachschleifmaschine!
4.9-Die Sutong Brücke verbindet die Städte Changshu und Nantong. Damit sie das kann quert sie in 8.2Km den Jangtse River. Heute, nach 70Km Rennevelofahrt in Nordwestliche Richtung, stund ich auf der südlichen Seite bei Changshu unter diesem riesigen Bauwerk. Nach 5 Jahren Bauzeit wurde sie als 6 spurige Autobahn im 2008 dem Verkehr übergeben. Die Mengen Stahl und Beton die da verwendet wurden sind unglaublich. Die als A in Querrichtung erstellten zwei Hauptpfeiler sind über 300m hoch und liegen über einen Kilometer auseinander. Von unten gesehen wirken die Trucks die oben fahren wie Spielzeuge. Für die Heimfahrt mit grosser Unterstützung von starkem Rückenwind brauchte ich nur 2 Stunden. Dazu wählte ich Strassen ausserhalb des Dammes. Dabei unglaublich, ungefähr zweidrittel des Weges, reihte sich links und rechts Fabrik an Fabrik. Chemie, Stahlrohre, Autozubehör, Oelraffinerie und eine riesige Papierproduktion sind einige Beispiele. In fast allen lief trotz Sonntag alles auf Vollproduktion!
Panorama Bild in nördliche Richtung
Diese Bild fand ich im Netz. Die Brücke ist echt, doch der Himmel und das blaue, klare Wasser wohl nicht.....?
Die Brücke von unten vom südlichen Damm aus gesehen. Leider ohne blauen Hintergrund. Nur im realen Grau in Grau Ton!
Einer der oben fahrenden, mit Autos beladener, Laster.
26.8-Der gesprochenen Anpreisung von Waren und Produkten begegne ich täglich. Sei es auf der Strasse durch Fahrzeuge, bei Marktständen, oder auch im Supermarkt. Bei den mit Lautsprecher ausgerüsteten Fahrzeugen, die sich gemächlich durchs tägliche Verkehrschaos bewegen, kommt bei mir immer ein Hauch von Velorennen oder Tour de Suisse/France auf. Ob nicht schon sonst genug Lärm wäre, läuft diese Werbung jenseits jeglicher normaler Lautstärke. Sonst hört es ja niemand! Bei den Ständen am Strassenrand, seien es Lebensmittel, Kleider oder Schuhe wird die Ware, sie liegt meistens auf dem Boden, mit lauten Gebrüll angepriesen. Einige haben auch Lautsprecher dabei. So herrscht dabei oft ein Stimmenwirrwar, dass wenigstens ich nicht mehr mitkomme welche Stimme zu welchem Stand gehört. Dasselbe auch im Supermarkt. Da ist mal der Lautsprecher der fast pausenlos spricht. Dazu sind beinahe bei jeder Produktegruppe junge Frauen die mit der eigenen Stimme sagen wollen das heute genau ihre zB Eier die besten sind! Aber auch bei Autohäusern läuft vor den Schaufenstern, mit Hilfe von zwei Lautsprechern noch Stereo, die Autowerbung in voller Lautstärke.
Eines dieser Fahrzeuge aus der sprechenden Taicanger Werbekolone
12./14.8-Drei Tage verbrachte ich übers Wochenende in Xi’an der ehemaligen Kaiser-und Hauptstadt Chinas. Dazu war sie auch als Endpunkt der Seidenstrasse ein sehr wichtiger Handelsknotenpunkt. Sie liegt ungefähr im Zentrum Chinas auf 400 Meter über Meer. Heute ist es Provinzhauptstadt von Shanxi. Diese Provinz ist auch die Wiege der neueren Chinesischen Geschichte. In den Höhlen um Xi’an hat Mao während 12 Jahren die Kommunistische Partei Chinas aufgebaut.
Xi’an gilt als eine der heissesten Städte Chinas. Das bekam ich zu spüren. Unter einer ständigen Dunstglocke, praktisch ohne Wind, wird die Hitze richtig gespeichert. Die 8 Millionenmetropole hat noch keine U-Bahn. Deswegen ist auf den Strassen noch umso mehr los! Das alles wäre überhaupt kein Grund dorthin zu reisen. Etwas ganz anderes lockte mich: Die Terrakotta Armee! In Xi’an wird es gross als das Achte Weltwunder angepriesen. Im 1974 endteckte ein Bauer per Zufall sie beim graben nach Wasser. Dieser mit dem Namen „Yang Shefa“, der durch seinen Fund etwas auslöste was damals wohl niemand ahnen konnte, lebt noch und hat mir mein Buch über diese Tausenden „gebackenen“ Lehmsoldaten signiert! Zwischen März und Oktober besuchen Täglich 35'000 Leute!! dieses an der Stelle wo die Figuren gefunden wurden, stehende Museum. Nach Jacques Chirac, Königin Elisabeth, Family Clinton und Mr. Putin hat nun auch Mr. Werner, die als Wächter des Kaiser Qin nach seinem Tod vor etwa 2000 Jahren aufgestellte Armee, gesehen! Einmal mehr ist alles unglaublich was man da vor die Augen bekommt. Um die ausgegrabenen Krieger und Pferde wurden riesige 3 Hallen gebaut. Als Beispiel: Halle 1 ist drei Fussballfelder gross! Das 35 Hektaren grosse Gelände liegt gut 30 Km ausserhalb der Stadt.
Ganz speziell im Stadtzentrum ist auch die 14 Km lange Stadtmauer. Innerhalb dieser dürfen keine Hochhäuser gebaut werden. Viele Gebäude sind nach alten Vorlagen echt Chinesisch neu erstellt worden. Das gut instand gehaltene viereckige Mauerwerk, oben ist es 12 Meter breit, konnte ich per Velo abfahren. Viele der 60'000 Muslime in Xi’an, sie kamen über die Seidenstrasse und blieben danach hier, leben heute im Muslimviertel in der Altstadt. Ausserhalb steht auch eine der höchsten Pagoden Chinas die Grosse Wildganspagode. Auch das Museum mit Hunderten von beschrifteten Steinplatten beeinhaltet eine Menge alter Schriften und Zeichen. Xian ist auch bekannt für seine speziellen "Dumplings". Das sind Teigtaschen. Bekam 18 verschiedene zum Znacht serviert. Total unterschiedlich nicht nur das aussehen. Auch die Füllung in allen anders. Alle sehr lecker!
Nach der 14 Km Stadtmauer tour
So wollte der Kaiser Qin seine Beschützer in seinem zweiten Leben zu stehen haben!
Die grosse Wildgans Pagode
Sechs der Dumplings kunstvoll von Hand in Teigtierkörper verpackt!
5.8-Die KSMS Summerparty stund am Nami auf dem Bude Programm. Nach dem Halbjahresinfo gings per Bus nach Shanghai. Während der stündigen Bootsfahrt auf dem Huangpu River konnten wir einmal mehr den Stadtteil Pudong bewundern. Vor 20 Jahren stund da noch kein einziges Haus!!! Danach folgte das Znacht mit masslosem, da alles gratis, nicht Biertrinken sondern saufen. Wie schon öfters fühle ich mich bei solchen Anlässen ziemlich fehl am Platz. Dazu rauchen etwa 95% der Männer auch zum essen! Es ist unglaublich und wirkt wie allertieftes Level für mich, wenn ein Vater seinen 18 Jährigen Sohn, beide arbeiten bei KSMS, zum noch mehr trinken animiert und stolz prahlt wieviel sein Sohn schon zu "saufen" ertrage!!! Wir durften in einem Deutschen Restaurant Europäisches Essen geniessen. Nur mit Messer und Gabel. War interessant zu schauen wie die Chinesen mit dem ungewohnten Besteck umgehen!
Die unendlich hohen Gebäude von Pudong
Riesenkran im Shanghaier Hafen
Die abendliche Party.....
3.8-Die Natur lebt im versmogten Shanghai. Trotz der schon oft beschriebenen schlechten Wetter Bedingungen. Das bekomme ich täglich immer wieder bewiesen. Zum Beispiel die kilometerlange in wunderschönen Farben blühende Autobahn-böschung. Das mitten im Sommer! Habe ich in der Schweiz in dieser Art noch nie gesehen! Das blühende Wasser bringt immer wieder die Wunder der Natur an den Tag. In den vielen Sträucher und Bäumen haben auch viele Vögel ihr Zuhause. Unter Brücken und am abendlichen Himmel sah ich schon unzählige Schwalben. Denen begegnet man bei uns ja kaum noch. Zwei weitere morgendliche Begegnungen waren dann weitaus weniger farbig. Zusammenstösse auf der Strasse. Eine 50 Meter vor mir mit einem Roller fahrende Mutter mit ihrer etwa 2 Jährigen Tochter, die kleinen stehen oder sitzen in der Regel zwischen Lenker und Sattel, fuhr ungebremst in ein von rechts einbiegendes Auto! Sah es kommen, mein lauter Schrei verhallte ungehört. Beide, hier trägt sozusagen niemand einen Helm, flogen durch die Luft und landeten nach dem Flug über die Motorhaube, auf dem harten Asphalt. Kein schönes Erlebnis. Im zweiten Unfall bretterten zwei Roller(foto), sie fuhren beide bei Rot über die Kreuzung, ineinander. Nur Materialschaden, da floss kein Blut!
Violett-Weiss blühende Highway Böschung. Zwischen den Sträuchern und den grünen Büschen im Hintergrund ist die 6spurige Autobahn. Vorne in grün, das sind Reisfelder.
Das "blühende" Wasser!
Der Rollercrash
31.7-Die als ganzes Wettermässig wohl schönste Woche in Shanghai liegt hinter mir. Der genialste Tag war der Freitag. So nutzte ich diesen Blauhimmeltraumtag zu einer Zusatz Velorunde vor und nach der Arbeit. Es ist höchst selten hier das ich mich als Schatten am Boden wieder erkennen kann. Jedoch Heute morgen um halb 7 zeichnete die Sonne mich ganz schon klar auf den dunklen Asphalt. Jeden Tag stiegen die Temperaturen ein wenig an. Das höchste heute Sonntagmorgen vor dem heftigen Gewitter. Ohne Sonnenschein warens um 11 Uhr genau 41 Grad. Dann am Nami explodierte der Himmel plötzlich. 30 Minuten blitzte und donnerte es andauernd. In einer Heftigkeit die ich auch hier noch nie erlebte. Es gab praktisch keine ruhige Sekunde. Zum Glück war ich zu der Zeit am Schärme. Doch das positive der ganzen Woche überwiegt. Schon ein Jahr in Taicang und längst kenne ich noch nicht alles. Die Vorgewitter Biketour nutzte ich deshalb auch zum neuerkunden von unbekanntem in der Stadt. Dabei stiess ich auch auf eine wunderschöne Pagode!
Während der Morgenfahrt zur Arbeit in Richtung Nordosten. Ausgangs der Stadt Taicang mit meinem Schatten rechts unten!
Die Taicang Pagode
Auf der heissen Biketour am Sonntagmorgen
21.07-1 Jahr China. Die Zeit vergeht im Fluge. Kaum da und schon ist ein Jahr um! Damit werden nun auch die verbleibenden fünf Monate bis Ende 2011 schneller vorbei sein als gewünscht. Im Job gibt es noch einige Nüsse zum knacken. In der Freizeit habe ich noch diverse Chinesische Reiseträume die ich mir erfüllen möchte. Als Reiseland ist China ein absolutes Highlight. Für uns Westler ist ja fast alles aus China fremd, so "lernte" ich hier soviel neues wie noch auf keiner anderen Reise. Bin ja nur nebenbei auf Reisen, denn da bin ich ja wegen dem Job. Das ist für mich zugleich aber der wichtigste Unterschied wie fest und tief man ein Land überhaupt erleben kann. Dadurch werden viele Arbeitserfahrungen sozusagen auch als unvergessliche Reise Erlebnisse haften bleiben. Wünsche allen die sie vor sich haben, ganz schöne Sommerferien...... hier ist es zu heiss für Ferien. So werde ich meine zwei Wochen als Herbstferien im Oktober einziehen!
16.07-Chinesische Transport Fahrzeuge. Da sieht man viele interessante, verschiedene Typen. Beladen zum Teil mit Personen, andere mit Tieren, mit Früchten oder sonstigen total unterschiedlichen Materialen. Die häufigsten dieser Wesen sind auf drei Rädern unterwegs. Von denen aber gibt es jede Menge unterschiedliche Modelle. Die stärksten sind mehr Lastwagen als Rischka. Die einfachsten werden aber per Muskelkraft fortbewegt. Da nirgends Steigungen zu bewältigen sind, sind diese Motorlosen Gefährte ideal. Ohne Übersetzung, teilweise ohne Bremsen dazu reicht die Fussbremsung am Boden, gehts gemütlich vorwärts!
Familienausflug per Dreirad mit Motor...
Schweinetransport! Solchen begegne ich viel.
Die universellen 1-Gang Vehikel werden überall eingesetzt.
Komplett schief beladener Truck.
Unterwegs mit verschiedener Last...
10.07-Eine sehr heisse Woche liegt hinter mir. Nach dem Wochenende mit Wohlfühl-temperaturen in Norden wurde ich hier wieder mit der Shanghaier Realität konfrontiert. Der Höhepunkt am Donnerstagmorgen. Um 8 Uhr zeigte mein Bikecomputer +37 Grad Celcius an. Das bei 70-80% feuchter Luft. Das unglaubliche Detail dazu, dass man dabei die Sonne nicht wirklich hinter dem Dunst sehen konnte! Was wäre wohl, wenn der Feuerball in voller Pracht bei blauem Himmel seine wärmenden Strahlen ungehindert nach Shanghai hätte liefern können. Danach fühlten sich plötzlich 29 Grad, wie am Freitagabend, als schon fast kühl an. So schnell gewöhnt sich der Körper, mit der entsprechenden Einstellung, an das Äussere!
4.07-Um halb 5 stund ich mit der Sonne auf. Denn um 5 fuhr startete der Bus wieder zurück zum 140 Km entfernten Flugplatz Xilinhot. Das diese Gegend doch nicht ganz vergessen ist beweist der derzeitige Neubau einer 4 Spurigen Strasse. Morgens um 5 war da schon Hochbetrieb bei den Strassenbauern. Um 10:10 hob dann pünktlich das Flugzeug in Richtung Peking ab. Abends um halb 6 war ich müde aber happy zurück in meiner Wohnung. So nahm ein wunderschönes Sport-Natur Erlebnis ein zufriedenes Ende. Möchte Anfang September nochmals in diese Gegend. Fast 1000 Km nördlicher in Yakeshi findet das Birkebeinerrittet China statt.
Der im Bau stehende neue Highway von Xilinhot nach Xiwuqi
3.07-Heute gab es früher Tagwache. Der Start zur Königsetappe über 82 Km bereits um 9. So war ich um halb 7 beim Zmorge. Auch das Essen ist vorzüglich. Zum Glück nicht Westlich. Nur Messer und Gabel hat es neben den Stäbchen! Das Wetter wieder ein Traum. Dazu wie gehabt, Wind und die Temperaturen warm aber nicht heiss. Trotzdem war es zwischendurch angenehm wenn die tiefliegenden Wolken uns Biker für eine Weile Schatten spendeten! Denn in diesem Waldlosen Grasland findet man sonst nirgends Schatten. Vorne bei den Schnellsten geht jeweils nach dem Start die Post ab. Ich ging gemächlicher ans Werk. Versuchte zwischendurch fahrend ein paar Föteli zu machen. So waren wir bei Km 60 plötzlich wieder 5 Biker zusammen. Vorher war ich längere Zeit allein unterwegs. Nach dem kurz darauf folgenden letzten Aufstieg waren nur noch Paul, ein Engländer, und ich zusammen. So bewältigten wir die abschliessenden 10 Km gemeinsam. 3 Km vor dem Ende bogen wir auf die Haupstrasse in Richtung Ziel in der Stadt. Ab da hatten wir Polizei Begleitung per Motorrad. Als 26' und 27'er überfuhren wir nach 3:38 und fast 1000 überwundenen Höhenmeter die Ziellinie. Damit schaffte ich es mit Platz 29 im Gesamtklassement knapp in die Top 30. Für die Total 176 Km bikte ich genau 8 Stunden durch das Grasland der Inneren Mongolei. Das entspricht einem Stunden-schnitt von 22.0 Km.
Die Begleit Polizistin mit Blinklicht vorne am Lenker!
Mit Paul Henry. Er kommt aus England wohnt in Suzhou und arbeitet in Wuxi.
Vorabendstimmung in Xiwuqi
2.07-Herrliches Sommerwetter weckte mich am Morgen. Tiefblauer Himmel mit vereinzelten Wolken. Einfach nur schön. Von solchem können die Shanghaier nur träumen! Das zweite Teilstück des Rennens war mit 42Km das kürzeste. Exakt der gleiche Trail den die Marathonläufer bereits morgens um 7 in Angriff nahmen. Der Sieger dessen benötigte 2:45 für diesen Berg und Tallauf! Unglaublich schnell! Wieder war der starke Wind in der Anfangsfase mit uns und am Schluss kam er von vorne. Nach 1:50 erreichte ich das Ziel genau 36 Minuten hinter dem Sieger. Das Gefühl auf dem Bike war schon ein wenig besser als Gestern. Die Organisation ist vorzüglich. Alle Km eine Tafel mit den entsprechenden Angaben. Bei Abzweigungen überall Wegweiser. In Gelb für die Langdistanz und in Rot für die kurzen Strecken. Dazu regelmässige Verpflegungsposten. Die Schwedische Organisation "Nordicways" leistet da ganze Arbeit. Das Rennen ist jetzt schon zum 5 mal.
Drei gegen drei.... mit dem Sieg der Vierbeiner!
Durch solch herrlich beruhigendes Hügel Grasland führte das Ghengis Khan Bike Adventure drei Tage
1.7-Die Distanz für das erste Teilstück des Rennens betrug 53 Km. Dazu herrlicher Sonnenschein mit starkem Wind. Ein ständiges Auf und Ab, aber es war wunder-schön da durch die Einsamkeit zu biken. Nach 2 Km durchs Städtchen bog es links ab in die Steppe. Von da an waren wir Biker unter uns. Sonst über weite Teile einfach nichts. Zufriedene Stille. Nur der Wind pfiff einem um die Ohren. Die Trails alle in offenem Gelände auf Transportwegen der wenigen Bauern stellten wenig technische Ansprüche. So waren auch keine Singletrails zu erwarten. Meine derzeitige Form auf dem Bike lässt zu wünschen übrig. So erkannte ich bald, dass ich das Rennen als Tour geniessen muss und schaltete zwei Gänge zurück. Etwa die Hälfte der 70 Starter sind Chinesen. Der Rest alles in China arbeitende "Ausländer" aus der ganzen Welt. Bin der einzige Deutsch sprechende. Nach 2:30 hatte ich die 53 Km mit etwa 500 Hm als 34'er beendet. Der Sieger, ein Chinese, benötigte nur 1:53! Am Abend in einer grossen Jurte die Party, mit Essen und Showeinlagen von Einheimischen, für uns. Alles gesponsert von der Stadt Xiwuqi.
Der Race Start in der Hauptstrasse des Städtchen Xiwuqi
Von diesen Chinesischen Mongolinnen erhielt jeder Finisher der 1. Etappe die Medaille umgehängt
Khan City. Das Zielgelände mit bescheidenem Touristenangeboten aber wunderschön!
30.06-Hier meine ersten Zeilen aus der Inneren Mongolei. Das ist eine autonome Provinz Chinas. Bin in Xiwuqi (sprich Schiwuschi) an einem 3 Etappen Bikerennen durch die Steppen und das Grasland im mongolischen Teil Chinas. Wie weit man da Abseits und im Outback ist bekam ich schon auf der Anreise zu spüren. Zuerst ein Abendflug von Shanghai nach Peking. Da der Weiterflug von Peking nach Xilinhote, dem nächsten Airport zum Rennort, schon am Morgen um 8 startete gab es noch eine Freinacht im Flughafen von Beijing. Auch das war ein ganz neues und spezielles Erlebnis. Als Anhaltspunkt für die Dimensionen! Die Innere Mongolei ist flächenmässig ca 28 mal grösser als die Schweiz und es leben gut 24 Millionen Chinesen darin. Also nur etwa 3.5 mal mehr Leute als bei uns. Viele riesige Bergbaugruben bekam ich beim Anflug von Xilinhot zu sehen. Von Xilinhot nach Xiwuqi brachte mich dann ein Bus. Mehr als 3 Stunden Holperpiste durch unglaublich schöne unbewohnte Landschaft. Auf den Weiden grasende Pferde und Kühe. Diese sind da meistens Schwarzweiss gefleckt wie unsere Freiburger. Kaum Autos auf den Strassen, welch ein Gegensatz zu Shanghai! Alles klappte prima. Mein Bike im Koffer kam auch unbeschadet hier an. Xiwuqi liegt auf 1100 Meter. Das liegt soweit Nördlich, dass es im Winter genügend Schnee für Wintersport gibt. Es hat gleich hinter dem Hotel einen kurzen Schlepplift und eine schöne coupierte Langlaufloipe. Alles ausgerüstet auch für den Nachtbetrieb. Jeder der Masten mit 2 Sonnenkollektoren und einem Windrad versehen!
Eine der vielen Riesenwarzen im Boden. Die Transport Trucks sind als winzige gelbe Pünktchen sichtbar!
Der Skilift von Xiwuqi. De oberste Teil der Piste wird im Sommer benutzt zum ziehen von Schnittblumen!
Die Öko Nachtbeleuchtung für Loipe und Skilift
29.06-Die Police Station von Taicang. Dorthin verschlug es mich heute Morgen mit Lu zur Verlängerung meiner Niederlassungsbewilligung. Infolge Stromausfall bekamen wir den ganzen Tag Arbeitsfrei. So war dieser Tag genau passend zum erledigen von solch offiziellem Papierkram! Was vor einem Jahr noch zwei halbe Tage benötigte war diesmal nach knapp 30 Minuten erledigt. Die Lehrtochter wurde von ihrer Chefin beauftragt meine Daten zu erfassen. Das klappte alles reibungslos. Mit meiner Unterzeichnung des Dokuments darf ich nun also bis Ende Jahr hier in Taicang leben und wohnen!
25.6-Erster kleiner Erfolg im Job mit der neuen Maschine. Zwei Studer 650er Drehtische sind fast fertig bearbeitet. Brauchte viele Nerven mit den Jungs. Ohne mein Druck und daneben stehen ginge es nur schleppend vorwärts. Die können ohne Probleme eine Stunde zusammen über völlig unwichtiges diskutieren. Der eine der drei Bediener, der Wang Qing Dong, (Bild2) unterstütz mich aber nach besten Wissen und Gewissen. Er ist der einzige der weis wie mit einer Heidenhain Steuerung umzugehen und hat dazu schon Erfahrung mit einer 5-Achsen Fräs- und Bohrmaschine. Das ist jetzt in der Anfangsfase von entscheidender Bedeutung und hilft mir enorm. Da dies alles für mich auch komplettes Neuland ist. Trotz diversen Kursen und Trainings im Vorfeld ist zwischen Theorie und Praxis doch auch hier ein grosser Unterschied!
Der fast fertige Studer 650er Drehtisch!
Wang Qing Dong beim prüfen des Teils
21.6-Der längste Tag ist in China nichts spezielles. Mit diesem schlechten Wetter zur Zeit erst noch. So kommen keine echten Sommergefühle auf. Dank Regen und dunklen Wolken und dem speziellen Sonnenstand war es heute kurz nach 19 Uhr schon finstere Nacht. Deshalb war auch nichts von lauem Sommerabend oder so ähnlich! Die heftigen Unwetter die im Osten Chinas die letzten Tage tobten kamen letzten Samstag auch in Taicang vorbei. Um 10 am Vormittag meldete sich von Nordwesten eine schwarze Wolkenwand. Minuten später wurde es dunkle Nacht, danach ging der Sturm los...
Die nahenden schwarzen Wolken
Der Sturm tobt. Mit den undichten Fenster wurde es auch in der Wohnung teilweise Nass!!
16.6-Regen in rauhen Mengen gab es in den letzten Tagen. Seit ich, nach meiner Kurzvisite in der Schweiz vom 1.-9.Juni, wieder hier bin, hat es fast ununterbrochen geschüttet. Das Nass vom Himmel ist auch dringend nötig für die Natur. Aber das befahren der verschmutzten und nun teilweise leicht überschwemmten Strassen ist mit dem Velo nicht mehr unbedingt ein Vergnügen. Danach sehe ich jeweils aus, trotz nur auf festem Belag unterwegs, wie früher nach einem Radquer im Schlamm. Wie jedes Wetter, wird auch das mal wieder ändern.......
1.6-Die Chinesen sind echte Spieler Typen. Ältere pensionierte sind in ihrer Freizeit fast immer am spielen. Das hätte ich mir nie so vorgestellt. Mahjogg heisst das am meisten gespielte Brettspiel. Aber auch normale Kartenspiele sind sehr beliebt. Wie manches in China, passiert auch das oft einfach am Boden sitzend. Am meisten beeindruckt haben mich die gamenden Senioren in Peking.
Mahjogg Spieler in Shaxi
Cirka 300 Meter war diese Bankreihe in einem Park in Peking. Gefüllt mit Karten-spielenden Senioren. Dabei geht es nicht etwa leise zu und her!!
Das sind spielende Bambusfloss Guides am Yulong River in Yangshuo-Guilin